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Meer der Seelen – Das Geheimnis der Spiegelmagie

Meer der Seelen – Das Geheimnis der Spiegelmagie

Du schaust wahrscheinlich jeden Tag in einen Spiegel.

Aber wann hast du das letzte Mal wirklich hineingesehen?

Nicht nach den Haaren. Nicht nach der Falte, die gestern angeblich noch nicht da war. Nicht nach den Augenringen und auch nicht nach den fünf Kilo, die irgendwann einmal verschwinden sollen.

Ich meine den Menschen, der dir dort entgegenblickt.

Vielleicht wird es Zeit, ihm wieder einmal zu begegnen.

Und dafür brauchen wir heute ein kleines bisschen Magie.

Keine Sorge. Du musst nichts bestellen, keinen Zauberer suchen und auch nicht bei Vollmond durch den Wald laufen.

Alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich längst zu Hause.

Einen Spiegel. Eine Kerze. Einen kleinen Zettel. Einen Stift. Und dich selbst.

Mehr nicht.

Der erste Blick

Geh zu deinem Spiegel.

Und dann schau hinein.

Heute kontrollieren wir nichts. Lass die grauen Haare Haare sein, die Falten dürfen bleiben, wo sie sind, und alles andere, was du normalerweise innerhalb von drei Sekunden an dir bemängelst, bekommt für einen Moment frei.

Schau dir in die Augen.

Wen siehst du?

Lass dir Zeit.

Du brauchst keine Uhr und niemand schreibt dir vor, wie lange Spiegelmagie dauern muss.

Schau einfach.

Vielleicht taucht eine Erinnerung auf. Vielleicht ein Gedanke. Vielleicht siehst du einen Menschen, der viel erlebt hat. Vielleicht jemanden, der viel stärker war, als er selbst manchmal glaubt.

Vielleicht fällt dir aber auch erst einmal gar nichts ein.

Dann schau trotzdem noch einen kleinen Moment.

Und irgendwann wirst du merken:

Jetzt reicht es.

Dann geh vom Spiegel weg.

Jetzt beginnt die Magie

Such dir einen gemütlichen Platz.

Mach es dir bequem. Wenn dir nach einer Decke ist, kuschel dich ein.

Zünde deine Kerze an.

Vielleicht möchtest du noch einen Duft dazu.

Rose passt wunderbar zur Liebe. Lavendel bringt etwas Ruhe hinein. Vanille fühlt sich warm und weich an. Vielleicht liebst du den Duft von Zimt und hast sowieso welchen in der Küche.

Hast du Räucherstäbchen oder ein Aromaöl, das du besonders gern magst? Dann nimm einfach das.

Und wenn du gar nichts davon hast?

Dann brauchst du auch nichts davon.

Wir wollen schließlich ein kleines Geheimnis ausprobieren und keinen Großeinkauf veranstalten.

Jetzt nimm deinen Zettel und deinen Stift.

Und denk wieder an den Menschen im Spiegel.

Nur ein einziger Satz

Was möchtest du diesem Menschen sagen?

Nicht deinem Partner.

Nicht deinem Ex.

Nicht deinen Kindern, Eltern, Freunden oder Kollegen.

Dir.

Und bitte schreib jetzt keine ganze Liste.

Nur einen einzigen Satz.

Vielleicht:

„Ich bin stolz auf dich.“

Oder du erinnerst dich plötzlich an einen Moment:

„Weißt du noch, was du damals geschafft hast? Du warst richtig gut.“

Vielleicht möchtest du deinem Spiegelbild sagen:

„Ich mag dein Lachen.“

Oder:

„Du bist stärker, als du glaubst.“

Vielleicht ist dein Satz aber auch etwas völlig anderes.

Dann ist genau der richtig.

Schreib ihn auf.

Und dann lass ihn einen Moment bei dir.

Lies ihn noch einmal.

Du musst nichts Besonderes fühlen. Du musst nichts erzwingen. Du musst auch nicht versuchen, besonders spirituell zu sein.

Lass deinen Satz einfach da sein.

Vielleicht fünf Minuten.

Vielleicht länger.

Vielleicht nur so lange, bis du denkst:

Ja. Den möchte ich heute mitnehmen.

Was geschieht mit deinem Zettel?

Jetzt hast du verschiedene Möglichkeiten.

Du kannst ihn zusammenfalten und in deine Geldbörse stecken. Dann begleitet er dich eine Weile.

Du kannst ihn in ein Buch legen, auf deinen Nachttisch oder irgendwohin, wo du ihn in ein paar Tagen wiederfindest.

Vielleicht möchtest du ihn später noch einmal lesen.

Oder du möchtest deinen Gedanken nicht behalten, sondern hinausschicken.

Dann kannst du deinen Zettel sicher in einer feuerfesten Schale verbrennen und ihn symbolisch abgeben.

An das Universum.

An die Nacht.

An deinen Schutzengel.

An wen oder was auch immer sich für dich richtig anfühlt.

Vielleicht braucht dein Gedanke überhaupt keine Adresse.

Dann lass ihn einfach ziehen.



Und jetzt zurück zum Spiegel

Ja.

Noch einmal.

Stell dich wieder davor und schau hinein.

Nicht nach deiner Frisur.

Schau nach dir.

Siehst du etwas?

Vielleicht musst du plötzlich lächeln.

Vielleicht wirkt dein Blick ein kleines bisschen anders.

Vielleicht erinnerst du dich sofort an deinen Satz.

Vielleicht siehst du aber auch genau denselben Menschen wie vorher.

Dann ist das genauso richtig.

Manche Dinge brauchen einen Moment.

Andere brauchen Tage.

Und manche klopfen irgendwann völlig unerwartet an.

Deshalb darfst du dieses kleine Ritual wiederholen.

Morgen vielleicht nur für eine Minute.

Schau in den Spiegel und erinnere dich an deinen Satz.

Wenn du deinen Zettel behalten hast, hol ihn irgendwann wieder hervor.

Vielleicht möchtest du eines Tages einen neuen schreiben.

Es gibt dafür keinen Kalender und keine Regeln.

Das hier gehört dir.


Vielleicht liegt genau hier das Geheimnis

Wir beschäftigen uns so häufig mit der Liebe anderer Menschen.

Liebt er mich?

Kommt sie zurück?

Wann kommt endlich jemand in mein Leben?

Was fühlt er für mich?

Und während wir auf die Liebe eines anderen Menschen warten, übersehen wir manchmal jemanden.

Den Menschen im Spiegel.

Wann hast du ihm zuletzt gesagt, dass du ihn magst?

Wann warst du stolz auf dich?

Wann hast du dir selbst ein Kompliment gemacht?

Und wie redest du eigentlich mit dir, wenn niemand zuhört?

Vielleicht beginnt Liebesmagie deshalb ganz anders, als wir immer glauben.

Nicht damit, dass wir jemanden dazu bringen, uns zu lieben.

Sondern damit, dass wir uns selbst wieder wahrnehmen.

Denn das, was wir über uns denken, bleibt nicht einfach vor dem Badezimmerspiegel zurück.

Wir nehmen es mit.

In unserer Haltung. In unseren Entscheidungen. In unseren Begegnungen. Und auch in unseren Beziehungen.

Vielleicht nennst du das Ausstrahlung.

Vielleicht Energie.

Vielleicht einfach ein Gefühl.

Vielleicht ist es sogar ein kleines bisschen Magie.

Das darfst du selbst entscheiden.

Eines kann ich dir aber verraten:

Der Spiegel war heute nur der Anfang.

Vielleicht zeigt er dir in den nächsten Tagen etwas, das du lange übersehen hast. Vielleicht entsteht dabei eine neue Frage. Vielleicht möchtest du plötzlich wissen, warum bestimmte Dinge in deinem Leben immer wieder passieren.

Dann bist du bereits einen Schritt weiter.

Denn dieses kleine Ritual war nur ein Blick durchs Schlüsselloch.

Was sich hinter der Tür befindet?

Nun …

Das ist ein anderes Kapitel.

Jetzt bist du dran

Probier die Spiegelmagie einfach aus.

Nicht, weil du daran glauben musst.

Sei einfach neugierig.

Und schau, was passiert.

Wenn dabei eine Frage auftaucht, bei der du merkst, dass du gern tiefer schauen möchtest, dann weißt du, wo du mich findest.

Und vielleicht beschäftigt dich gerade etwas völlig anderes. Gibt es ein Thema über Liebe, Beziehungen, Spiritualität oder das ganz normale verrückte Leben, über das du hier gern einmal lesen möchtest?

Dann schreib mir.

Vielleicht wird deine Frage zu einem meiner nächsten Blogs.

Denn manchmal reicht ein kleiner Blick durchs Schlüsselloch, um wissen zu wollen, was hinter der Tür liegt.
 
Alles Liebe
Deine Sybille - Meer de Seelen
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